Schweigepflicht in der Therapie: Basis für Vertrauen und Heilung

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Therapie kann nur dort wirken, wo Vertrauen ist. Und Vertrauen entsteht nur, wenn Du sicher sein kannst, dass alles, was Du sagst, im Raum bleibt. Genau darum geht es in diesem Beitrag: um Vertraulichkeit und Schweigepflicht in der Therapie.

Wenn Du vorher wissen möchtest, wie die erste Sitzung bei mir abläuft, findest du hier einen Einblick.

Warum Vertraulichkeit so wichtig ist

Therapie kann nur nachhaltig helfen, wenn Du Dich sicher fühlst, ehrlich zu sprechen. Viele belastende Themen sind persönlich, manchmal schambesetzt oder bisher unausgesprochen.

Vertraulichkeit schafft den Raum, in dem das Sprechen darüber überhaupt erst möglich wird.

Alles, was Du mir erzählst oder zeigst – Gedanken, Gefühle, Erlebnisse, auch besonders sensible Themen oder damit verbundene Verhaltensweisen – bleibt zwischen uns. Das Wissen darum, dass diese Informationen geschützt sind, gibt Dir die Möglichkeit, Dich zu zeigen, ohne Bedenken, bewertet oder bloßgestellt werden zu können.

Schweigepflicht

Als Klinische Psychologin meet Heilpraktikerin für Psychotherapie unterliege ich der gesetzlichen Schweigepflicht. Das bedeutet: Ich darf keine Informationen über Dich an Dritte weitergeben – weder an Angehörige, noch an Ärzt*innen, Arbeitgeber*innen oder Versicherungen.

Eine Weitergabe darf nur dann erfolgen,

  • wenn Du mich ausdrücklich schriftlich entbindest, oder
  • wenn eine akute Gefahr für Dich oder andere besteht (z. B. bei akuter Suizidalität oder glaubhaft angekündigter Gewalt), oder
  • annonymisiert in Supervisions-Sitzungen mit einem anderen Therapeuten (der ebenfalls der Schweigepflicht unterliegt).

In allen anderen Fällen gilt: Was Du sagst, bleibt vertraulich.

Was Vertraulichkeit praktisch bedeutet

Im Alltag meiner Praxis in Lüneburg bedeutet das zum Beispiel:

  • Ich spreche mit keinem über die Inhalte unserer Sitzungen.
  • Wenn Du mir schreibst oder telefonisch Kontakt aufnimmst, werden Deine Informationen vertraulich behandelt.
  • Deine Daten werden bei mir sicher verwahrt.

Vertraulichkeit betrifft nicht nur, was im Therapieraum gesagt wird, sondern auch unsere Kommunikation vorab und zwischendurch.

Vertrauen ist keine Formalität

So wichtig die rechtliche Seite auch sein mag, für mich ist Vertrauen ist nicht nur ein Gesetz, sondern eine innere Haltung und ein unverhandelbarer Wert. Für mich ist Vertraulichkeit ein Ausdruck von Respekt: Du darfst sicher sein, dass alles, was Du mitbringst, willkommen und geschützt ist. Auch das – oder insbesondere das – was schwer, widersprüchlich oder unperfekt ist. Alles darf da sein.

Therapie ist ein Ort, an dem man nichts zurückhalten sollte, da man weiß, dass es sicher aufgehoben at the moment.

Fazit

Vertraulichkeit und Vertrauen ist für mich die Grundlage einer therapeutischen Beziehung. Ohne Vertrauen und Sicherheit kann keine Veränderung und Heilung entstehen. Wenn Du Dir noch unsicher bist, ob Du Dich öffnen möchtest, ist das vollkommen in Ordnung: Alles geschieht zu seiner Zeit.

Im Erstgespräch hast Du die Möglichkeit, mich kennenzulernen und zu schauen, ob sich der Rahmen für Dich stimmig anfühlt.

Und falls Du Dich fragst, was Dich in den Therapiesitzungen erwartet, schau gerne mal hier vorbei.

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